Marineflieger: Wo die Flotte Flügel bekommt.
Die Marineflieger verbinden Reichweite, Präzision und Ausdauer.
Von Nordholz aus schützen sie Seewege, jagen U-Boote und retten Leben.
Fliegende Kräfte der Deutschen Marine
Die Marineflieger der Deutschen Marine
Die Marineflieger sind die fliegenden Kräfte der Deutschen Marine. Mit Flugzeugen, Hubschraubern und unbemannten Luftfahrzeugen erweitern sie die Reichweite der Flotte weit über den sichtbaren Horizont hinaus. Sie überwachen große Seegebiete, suchen nach U-Booten, unterstützen Schiffe im Einsatz und retten Menschen aus Seenot.
Alle fliegenden Verbände der Deutschen Marine sind am Fliegerhorst Nordholz an der niedersächsischen Nordseeküste zusammengefasst. Von hier aus erfüllen die Marineflieger nationale Aufgaben sowie Verpflichtungen innerhalb der NATO und internationaler Einsätze.
Auftrag und Aufgaben der Marineflieger
Die Marineflieger liefern der Flotte Informationen, Reichweite und Unterstützung aus der Luft. Ihr Aufgabenspektrum reicht von der militärischen Seeraumüberwachung bis zum zivilen Such- und Rettungsdienst.
Seefernaufklärung
Seefernaufklärer überwachen große Gebiete über Nordsee, Ostsee und Nordatlantik. Ihre Sensoren erfassen Schiffe, U-Boote und andere Aktivitäten und tragen zu einem umfassenden maritimen Lagebild bei.
U-Boot-Jagd
Flugzeuge und Bordhubschrauber suchen mithilfe von Radar, Sonarbojen und Tauchsonar nach U-Booten. Gemeinsam mit Fregatten und weiteren Einheiten bilden sie das Team U-Boot-Jagd der Marine.
Überwasserseekriegsführung
Marineflieger können Schiffe aufklären, identifizieren und im Einsatz bekämpfen. Gleichzeitig vergrößern Bordhubschrauber die Sensor- und Waffenreichweite der Fregatten.
Search and Rescue
Der NH90 Sea Lion stellt die militärische SAR-Bereitschaft über Nord- und Ostsee sicher. Die Besatzungen suchen vermisste Menschen und leisten bei Notfällen schnelle Hilfe.
Transport und Bordflugbetrieb
Hubschrauber transportieren Personal und Material zwischen Land und Schiffen. Sie unterstützen Boarding-Operationen, versorgen Einheiten auf See und können Verletzte aufnehmen.
Umweltschutz aus der Luft
Die Do 228 LM überwacht Nord- und Ostsee auf Meeresverschmutzungen. Mit ihrer speziellen Sensorik kann sie beispielsweise Ölverschmutzungen erkennen, dokumentieren und deren Verursacher feststellen.
Marinefliegerkommando, MFG 3 und MFG 5
Das Marinefliegerkommando führt die fliegenden Kräfte der Deutschen Marine. Sein Stab befindet sich ebenso wie die beiden Einsatzgeschwader auf dem Fliegerhorst Nordholz. Rund 2.500 militärische und zivile Bundeswehrangehörige arbeiten am Standort.
Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“
Im MFG 3 sind die Flugzeuge und künftig die großen unbemannten Luftfahrzeuge der Marine zusammengefasst. Dazu gehören die P-8A Poseidon für Seefernaufklärung und U-Boot-Jagd sowie die Do 228 LM für die Überwachung von Meeresverschmutzungen.
Marinefliegergeschwader 5
Das MFG 5 betreibt die Hubschrauber der Deutschen Marine. Der NH90 Sea Lion übernimmt Transport-, Unterstützungs- und SAR-Aufgaben. Der NH90 Sea Tiger wird als Bordhubschrauber für U-Boot-Jagd und Überwasserseekriegsführung eingeführt.
Fluggeräte der Marineflieger
Flugzeuge und Hubschrauber
Die Marineflieger befinden sich in einem umfassenden technischen Generationswechsel. Moderne Flugzeuge, Hubschrauber und unbemannte Systeme übernehmen die Aufklärung, U-Boot-Jagd, Seenotrettung und Unterstützung der Flotte.
Flugzeug
P-8A Poseidon
Seefernaufklärung, Seeraumüberwachung und U-Boot-Jagd.
Mehr über die P-8A Poseidon erfahren
Flugzeug
Do 228 LM
Überwachung von Nord- und Ostsee sowie Erkennung von Meeresverschmutzungen.
Mehr über die Do 228 LM erfahren
Hubschrauber
NH90 Sea Lion
Search and Rescue, Transport und Unterstützung der Flotte.
Mehr über den NH90 Sea Lion erfahren
Hubschrauber
NH90 Sea Tiger
U-Boot-Jagd, Seezielbekämpfung und Bordflugbetrieb.
Mehr über den NH90 Sea Tiger erfahrenAktuelle Entwicklung
Die Marineflieger im Generationswechsel
Die deutschen Marineflieger erneuern derzeit einen großen Teil ihrer fliegenden Systeme. Neue Seefernaufklärer, Bordhubschrauber und unbemannte Luftfahrzeuge erweitern schrittweise die Fähigkeiten der Verbände in Nordholz.
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P-8A Poseidon
Die erste von insgesamt acht P-8A Poseidon wurde im November 2025 nach Deutschland überführt. Die weiteren Seefernaufklärer sollen bis 2029 folgen und beim MFG 3 die P-3C Orion ersetzen.
Quelle bei der Bundeswehr -
NH90 Sea Tiger
Beim MFG 5 löst der NH90 Sea Tiger den seit 1981 eingesetzten Sea Lynx Mk88A ab. Der erste Sea Tiger wurde im Dezember 2025 übergeben; 2026 beendete der Sea Lynx seine Abschiedstour „End of an Era“.
Quelle bei der Bundeswehr -
MQ-9B
Ab 2028 soll das MFG 3 acht unbemannte Flugzeuge vom Typ MQ-9B erhalten. Sie ermöglichen lange Aufklärungsflüge über See und sollen die bemannte P-8A bei Seeraumüberwachung und U-Boot-Jagd ergänzen.
Quelle bei der Bundeswehr
Von den Anfängen bis heute
Geschichte der deutschen Marineflieger
Die Geschichte der deutschen Marinefliegerei reicht bis in das Jahr 1913 zurück. Nach der Aufstellung der Bundesmarine entstanden ab den 1950er-Jahren neue Marinefliegerverbände. Über Jahrzehnte prägten Flugzeugmuster wie Sea Hawk, Starfighter, Atlantic, Tornado und P-3C Orion sowie die Hubschrauber Sea King und Sea Lynx den Flugbetrieb.
Mit der Zusammenführung der verbliebenen Verbände in Nordholz entstand ein gemeinsamer Standort für Flugzeuge, Hubschrauber, Technik, Ausbildung und Einsatzführung. Heute markieren P-8A Poseidon, NH90 Sea Lion, NH90 Sea Tiger und unbemannte Systeme den Übergang zu einer stärker digitalisierten und vernetzten Marinefliegerei.
Die ersten deutschen Marinefliegerverbände entstehen.
Neue Geschwader, Flugzeuge und Hubschrauber bauen die fliegenden Kräfte der Bundesmarine auf.
Moderne Fluggeräte und unbemannte Systeme prägen den technischen Generationswechsel.
01 Chronik der Marineflieger
Marineflieger im Wandel der Zeit.
Von den ersten Marinefliegereinheiten bis zu den vernetzten Systemen der Zukunft: Technik, Auftrag und Reichweite entwickeln sich stetig weiter.
Per mare ad astra
Zwischen Himmel und Horizont.
Marineflieger sind Teil der Flotte — an Land, in der Luft und an Bord. Ihr Auftrag beginnt dort, wo Sichtweite allein nicht mehr reicht.
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