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Über See im Einsatz

Marineflieger: Wo die Flotte Flügel bekommt.

Die Marineflieger verbinden Reichweite, Präzision und Ausdauer.
Von Nordholz aus schützen sie Seewege, jagen U-Boote und retten Leben.

Fliegende Kräfte der Deutschen Marine

Die Marineflieger der Deutschen Marine

Die Marineflieger sind die fliegenden Kräfte der Deutschen Marine. Mit Flugzeugen, Hubschraubern und unbemannten Luftfahrzeugen erweitern sie die Reichweite der Flotte weit über den sichtbaren Horizont hinaus. Sie überwachen große Seegebiete, suchen nach U-Booten, unterstützen Schiffe im Einsatz und retten Menschen aus Seenot.

Alle fliegenden Verbände der Deutschen Marine sind am Fliegerhorst Nordholz an der niedersächsischen Nordseeküste zusammengefasst. Von hier aus erfüllen die Marineflieger nationale Aufgaben sowie Verpflichtungen innerhalb der NATO und internationaler Einsätze.

24/7
Weltweit
einsatzbereit

2.500
Mitarbeiter
in Nordholz

Auftrag und Fähigkeiten

Auftrag und Aufgaben der Marineflieger

Die Marineflieger liefern der Flotte Informationen, Reichweite und Unterstützung aus der Luft. Ihr Aufgabenspektrum reicht von der militärischen Seeraumüberwachung bis zum zivilen Such- und Rettungsdienst.

Seefernaufklärung

Seefernaufklärer überwachen große Gebiete über Nordsee, Ostsee und Nordatlantik. Ihre Sensoren erfassen Schiffe, U-Boote und andere Aktivitäten und tragen zu einem umfassenden maritimen Lagebild bei.

U-Boot-Jagd

Flugzeuge und Bordhubschrauber suchen mithilfe von Radar, Sonarbojen und Tauchsonar nach U-Booten. Gemeinsam mit Fregatten und weiteren Einheiten bilden sie das Team U-Boot-Jagd der Marine.

Überwasserseekriegsführung

Marineflieger können Schiffe aufklären, identifizieren und im Einsatz bekämpfen. Gleichzeitig vergrößern Bordhubschrauber die Sensor- und Waffenreichweite der Fregatten.

Search and Rescue

Der NH90 Sea Lion stellt die militärische SAR-Bereitschaft über Nord- und Ostsee sicher. Die Besatzungen suchen vermisste Menschen und leisten bei Notfällen schnelle Hilfe.

Transport und Bordflugbetrieb

Hubschrauber transportieren Personal und Material zwischen Land und Schiffen. Sie unterstützen Boarding-Operationen, versorgen Einheiten auf See und können Verletzte aufnehmen.

Umweltschutz aus der Luft

Die Do 228 LM überwacht Nord- und Ostsee auf Meeresverschmutzungen. Mit ihrer speziellen Sensorik kann sie beispielsweise Ölverschmutzungen erkennen, dokumentieren und deren Verursacher feststellen.

Organisation in Nordholz

Marinefliegerkommando, MFG 3 und MFG 5

Das Marinefliegerkommando führt die fliegenden Kräfte der Deutschen Marine. Sein Stab befindet sich ebenso wie die beiden Einsatzgeschwader auf dem Fliegerhorst Nordholz. Rund 2.500 militärische und zivile Bundeswehrangehörige arbeiten am Standort.

Zentrale Führung Marinefliegerkommando in Nordholz
rund 2.500 militärische und zivile Bundeswehrangehörige
Flugzeuge und unbemannte Systeme

Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“

Im MFG 3 sind die Flugzeuge und künftig die großen unbemannten Luftfahrzeuge der Marine zusammengefasst. Dazu gehören die P-8A Poseidon für Seefernaufklärung und U-Boot-Jagd sowie die Do 228 LM für die Überwachung von Meeresverschmutzungen.

Aktuelle Entwicklung

Die Marineflieger im Generationswechsel

Die deutschen Marineflieger erneuern derzeit einen großen Teil ihrer fliegenden Systeme. Neue Seefernaufklärer, Bordhubschrauber und unbemannte Luftfahrzeuge erweitern schrittweise die Fähigkeiten der Verbände in Nordholz.

  1. P-8A Poseidon

    Die erste von insgesamt acht P-8A Poseidon wurde im November 2025 nach Deutschland überführt. Die weiteren Seefernaufklärer sollen bis 2029 folgen und beim MFG 3 die P-3C Orion ersetzen.

    Quelle bei der Bundeswehr
  2. NH90 Sea Tiger

    Beim MFG 5 löst der NH90 Sea Tiger den seit 1981 eingesetzten Sea Lynx Mk88A ab. Der erste Sea Tiger wurde im Dezember 2025 übergeben; 2026 beendete der Sea Lynx seine Abschiedstour „End of an Era“.

    Quelle bei der Bundeswehr
  3. MQ-9B

    Ab 2028 soll das MFG 3 acht unbemannte Flugzeuge vom Typ MQ-9B erhalten. Sie ermöglichen lange Aufklärungsflüge über See und sollen die bemannte P-8A bei Seeraumüberwachung und U-Boot-Jagd ergänzen.

    Quelle bei der Bundeswehr

Von den Anfängen bis heute

Geschichte der deutschen Marineflieger

Die Geschichte der deutschen Marinefliegerei reicht bis in das Jahr 1913 zurück. Nach der Aufstellung der Bundesmarine entstanden ab den 1950er-Jahren neue Marinefliegerverbände. Über Jahrzehnte prägten Flugzeugmuster wie Sea Hawk, Starfighter, Atlantic, Tornado und P-3C Orion sowie die Hubschrauber Sea King und Sea Lynx den Flugbetrieb.

Mit der Zusammenführung der verbliebenen Verbände in Nordholz entstand ein gemeinsamer Standort für Flugzeuge, Hubschrauber, Technik, Ausbildung und Einsatzführung. Heute markieren P-8A Poseidon, NH90 Sea Lion, NH90 Sea Tiger und unbemannte Systeme den Übergang zu einer stärker digitalisierten und vernetzten Marinefliegerei.

1913 Beginn der Marinefliegerei

Die ersten deutschen Marinefliegerverbände entstehen.

Ab 1956 Marineflieger der Bundesmarine

Neue Geschwader, Flugzeuge und Hubschrauber bauen die fliegenden Kräfte der Bundesmarine auf.

Heute Vernetzte Marinefliegerei

Moderne Fluggeräte und unbemannte Systeme prägen den technischen Generationswechsel.

01 Chronik der Marineflieger

Marineflieger im Wandel der Zeit.

Von den ersten Marinefliegereinheiten bis zu den vernetzten Systemen der Zukunft: Technik, Auftrag und Reichweite entwickeln sich stetig weiter.

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Per mare ad astra

Zwischen Himmel und Horizont.

Marineflieger sind Teil der Flotte — an Land, in der Luft und an Bord. Ihr Auftrag beginnt dort, wo Sichtweite allein nicht mehr reicht.

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