Marine veröffentlicht Jahresbericht 2025 zur Abhängigkeit von sicheren Seewegen
Deutsche Seehäfen schlugen 2025 rund 284,4 Millionen Tonnen Güter um. Der neue Jahresbericht des Marinekommandos verbindet diese Bilanz mit einem Blick auf die Folgen der Krise an der Straße von Hormus und die Bedeutung sicherer Seewege für die NATO-Nordflanke.
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Das Marinekommando hat am 3. November 2026 den Jahresbericht „Maritime Abhängigkeiten Deutschlands 2025“ veröffentlicht. Die Marineschifffahrtleitung in Hamburg hat dafür Daten zum Seehandel, zu deutschen Häfen, zum Schiffbau und zur Handelsflotte zusammengetragen. Ein neues Kapitel greift Entwicklungen aus dem Jahr 2026 auf, darunter die Krise an der Straße von Hormus, den strategischen Wettbewerb in der Arktis und den Umgang mit der russischen Schattenflotte.
Deutsche Seehäfen schlagen mehr Güter um
Der Güterumschlag in deutschen Seehäfen stieg 2025 um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von den insgesamt 284,4 Millionen Tonnen entfielen 171,1 Millionen Tonnen auf Güter aus dem Ausland und 103,7 Millionen Tonnen auf den Versand ins Ausland. Weitere 9,6 Millionen Tonnen entfielen auf den innerdeutschen Seeverkehr. Die Zahlen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.
Was eine Störung an der Straße von Hormus auslöst
Ein Fachbeitrag im Jahresbericht zieht eine Zwischenbilanz der Krise am Persischen Golf seit Ende Februar 2026. Die Marineschifffahrtleitung zählt für den Zeitraum vom 1. März bis zum 31. Juli 2026 insgesamt 49 angegriffene Schiffe. Vizeadmiral Axel Deertz, Befehlshaber der Flotte, erläutert im Vorwort, wie sich Störungen auf einer weit entfernten Handelsroute auch in Deutschland bemerkbar machen können. Steigende Fracht- und Versicherungskosten, veränderte Lieferketten und höhere Energiepreise können die Folgen bis nach Europa tragen.
Was die Marineflieger zum Lagebild beitragen
Der Bericht nennt die Landes- und Bündnisverteidigung an der NATO-Nordflanke als Schwerpunkt der Deutschen Marine. Im Nordatlantik geht es dabei auch um die Seeverbindungen zwischen Nordamerika und Europa, über die im Bündnisfall Verstärkung und Nachschub transportiert werden können.
Die Marineflieger tragen zur Überwachung solcher Seegebiete bei. Mit der P-8A Poseidon kann das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ weite Räume aus der Luft aufklären. Die Marineschifffahrtleitung übernimmt eine andere Aufgabe im selben Sicherheitsnetz. Sie hält den Kontakt zu Reedereien und Häfen, berät zivile und militärische Schiffe und arbeitet mit dem Maritimen Sicherheitszentrum in Cuxhaven zusammen.
Quellen
Marinekommando · „Maritime Abhängigkeiten Deutschlands – Jahresbericht 2025“ · Stand 15. Oktober 2026, veröffentlicht am 3. November 2026.
Geprüft anhand der beigefügten PDF, insbesondere S. 2, 4–5, 8–13, 24–25 und 50–51. Der Direktdownload ist auf der Bundeswehr-Seite ausgewiesen.
www.bundeswehr.de/resource/blob/6168156/aa4cec282b0a65459f51118a7f4b02cd/jahresbericht-marinekommando-2025-data.pdf
Bundeswehr · „Jahresbericht: Deutschlands maritime Abhängigkeit“ · aktualisiert am 3. November 2026.
www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/struktur/marineschifffahrtleitung/maritime-abhaengigkeit/
Presse- und Informationszentrum Marine · Pressemitteilung zur Veröffentlichung · 3. November 2026.
www.presseportal.de/pm/67428/6383639
Bundeswehr · Auftrag des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“ · 28. Mai 2026.
www.bundeswehr.de/de/auftrag-55942